Allgemein

Wer sich dieser Problematik stellt, verdient absolute Hochachtung. Die Begleitung der Transporte, die Beobachtungen jeglicher Grausamkeit, die hier ungeahndet zum Tagesgeschäft gehört, das Aushalten des Elends der Tiere und die Unwilligkeit von Behörden zu ertragen, ist bewundernswert.

Die Organisation „Animals Angels“, die wir seit vielen Jahren unterstützen, gegründet von einer hessischen Pfarrerin, setzt sich unermüdlich für die Tiere, die zum Schlachten transportiert und dabei oft misshandelt werden, ein. Es ist immer wieder schockierend zu sehen, wie normale Menschen zu Ungeheuern mutieren, wenn es um Schwächere geht.

Wer davon einen Eindruck bekommen möchte, sehe sich die Dokumentation von Manfred Karremann (ZDF) an. Die Mitarbeiter von „Animals Angels“ dokumentieren, klären auf, führen Schulungen durch für Polizei und Veterinäre und gehen in Schulklassen. Einige Ausschnitte aus ihren Berichten möchten wir hier zur Sprache bringen.

Ein Blick zurück und nach vorn: Unser Einsatz für die Tiere 2024 und 2025

2024 wurden sie Zeugen unendlichen Leids der Tiere auf den Transporten in Nicht-EU-Länder. Im Januar dokumentierten sie im Hafen von Tanger in Marokko einen furchtbaren Fall von jungen Bullen, die drei Wochen im Schlamm von Kot und Urin auf dem Lkw ausharren mussten, weil der Käufer die Importzölle nicht bezahlte. Im September und Oktober recherchierten sie mehrere Fälle von Rindern, die wochenlang an der türkischen Grenze festgehalten wurden – wegen angeblicher Seuchengefahr und Unstimmigkeiten in den Papieren. Viele Tiere starben elendig auf den Lkw und Kühe mussten ihre Kälber auf dem Fahrzeug zur Welt bringen, wo sie keine Überlebenschance hatten. dokumentiert wurde diese unfassbaren Bilder in der ZDF-Dokumentation „Tiertransporte: Gefangen zwischen Grenzen“.

Die dramatischen Vorfälle an der türkischen Grenze werden die Organisation und auch Staatsanwaltschaften und Gerichte in Deutschland und in der Türkei noch lange beschäftigen. Dank Animals Angels konnten diese Fälle aufgedeckt werden.

2024 war das Internationale Jahr der Kamele der Vereinten Nationen. Denn auch für die Kamele gibt es noch viel zu tun. Gleichzeitig freut sich Animals Angels über die positive Entwicklung des Kamelprojekts. Dieses ist breit aufgestellt mit Einsätzen vor Ort, wissenschaftlichen Studien und Schulungen zum Tierschutz bei Kamelen. Geplant ist eine Veröffentlichung über Kamelmärkte und die Organisation möchte sich vermehrt dem schwierigen Thema des Kameltransports annehmen.

ZDF Doku: 37 Grad – Schutzlos ausgeliefert – Tiertransporte