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Bejagung ersetzt keinen Herdenschutz

NABU, WWF, BUND, Deutscher Tierschutzbund und GzSdW fordern Länder auf, von regulärer Wolfsjagd abzusehen.

Berlin – Mit dem Start der Jagdzeit am 1. Juli 2026 auf den Wolf könnte laut geändertem Bundesjagdgesetz (BJagdG) in Deutschland erstmals die reguläre Bejagung der Art beginnen – unter gewissen Voraussetzungen. Die Verbände begrüßen, dass viele Bundesländer von dieser Möglichkeit vorerst keinen Gebrauch machen bzw. die notwendigen Managementpläne nicht überstürzt bis Anfang Juli fertigstellen. Gemeinsam appellieren die Verbände an die Länder, bei der Ausgestaltung nun wissenschaftliche Erkenntnisse und wirksame Herdenschutzmaßnahmen in den Mittelpunkt zu stellen.

Die Verbände haben schon im Gesetzgebungsprozess des letzten Halbjahrs gewarnt, dass die Jagd auf Wölfe die bestehenden Konflikte zwischen Wölfen und Weidetierhaltung nicht lösen wird. Vielmehr droht aus Sicht der Verbände sogar eine Verschärfung der Situation, wenn Herdenschutz vernachlässigt und Rudelstrukturen gestört werden. Werden Elterntiere oder erfahrene Tiere getötet, besteht das Risiko, dass Rudel zerfallen und jagd-unerfahrene oder neu zuwandernde Wölfe erst recht Weidetiere angreifen. Der Abschuss von Elterntieren oder Welpen scha t darüber hinaus auch erhebliche Tierschutzprobleme. Wie auch die Verbände unterstützen auch wir von der Stiftung Unsere Erde die Meinung, dass nur ein wirksamer Herdenschutz langfristig dazu beitragen, Risse zu vermeiden, Wölfe und Weidetiere gleichermaßen zu schützen und die Akzeptanz für den Umgang mit dem Wolf zu erhalten.

Hier die gemeinsame Pressemitteilung der Verbände:

https://www.gzsdw.de/files/PM_Wolf.pdf

Foto: Manfred Sattler