Der Straßenverkehr stellt eine der größten Bedrohungen für wandernde Wildtiere dar und birgt gleichzeitig erhebliche Risiken für Verkehrsteilnehmer. Die zunehmende Zerschneidung natürlicher Lebensräume durch Verkehrswege führt zu einem gefährlichen Konflikt zwischen Mobilität und Naturschutz.
S t i f t u n g s p r o j e k t
WILDTIERWARNER
Eine Initiative der Unsere Erde Stiftung für mehr Sicherheit im Straßenverkehr
Schadensbilanz
- 2.477 verletzte Personen und 11 Todesopfer 2022
- 750 Millionen Euro Sachschäden durch Wildkollisionen 2022
- 200.000 Wildunfälle auf deutschen Straßen – Todesursache Nr. 1 für Luchs und Wildkatze
Hochrisikozeiten
- Dämmerung (5-8 Uhr / 17-22 Uhr): Höchste Unfallgefahr
- Frühjahr & Herbst: Revierwechsel und Paarungszeit
- Vorsicht auf Feld- & Waldstrecken
Schutzmaßnahmen
- Grünbrücken reduzieren Unfälle um bis zu 85%
- Wildwarnsysteme und Reflektoren an Leitpfosten
- Angepasste Geschwindigkeit rettet Leben
- bei Wildkontakt: Bremsen, Lenkrad festhalten, Warnblinklicht
Aktuelle Wildwechsel-Gefahr
Wird berechnet...
Kritische Zeiten
5-8 & 17-23 Uhr
Höchste Aktivität der Wildtiere
Risikogebiete
Wald & Feld
Übergangsbereiche besonders gefährlich
Wetterlage
Regen & Nebel
Erhöhte Gefahr bei schlechter Sicht
Häufige Wildtiere im Straßenverkehr
Säugetiere (groß)
Säugetiere (klein/mittel)
Amphibien & Reptilien
So verhalten Sie sich richtig
1
Geschwindigkeit anpassen
Fahren Sie in Waldgebieten und bei Dämmerung langsamer
2
Bremsbereit sein
Fuß vom Gas und bremsbereit, wenn Warnschilder auftauchen
3
Fernlicht nutzen
Bei freier Strecke Fernlicht einschalten für bessere Sicht
4
Hupen bei Sichtung
Hupen und abbremsen, nicht ausweichen - Auffahrunfall vermeiden
5
Amphibienwanderung beachten
Im Frühjahr und Herbst besonders auf Kröten und Frösche achten
6
Kleine Tiere schützen
Auch für Igel und Marder abbremsen - jedes Leben zählt
Im Notfall
Polizei
110
Bei Unfällen mit Personen- oder Sachschaden
Förster/Jäger
Wird über Polizei informiert
Für verletzte oder getötete Wildtiere
